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Der Aufbau einer Regenwassernutzungsanlage sieht wie folgt aus

Das vom Dach abfließende Niederschlagswasser wird über einen Filter in den Speicher geleitet. Unterschiedliche Ausführungen des Speichers erlauben, je nach Platzverhältnis, einen Einbau sowohl innerhalb wie auch außerhalb des Hauses. Durch eine beruhigte Zuführung des Regenwassers können sich Schmutzstoffe am Boden des Speichers ablagern, was zu einer weiteren Qualitätsverbesserung des Wassers führt. Um bei vollem Speicher ein Überlaufen zu vermeiden, muss ein Anschluss zum Kanal oder besser, zur Versickerungsmulde eingebaut werden.

Das im Speicher gesammelte Wasser wird oberhalb der Sedimentationszone mittels Saugpumpe zu den einzelnen Verbrauchsstellen gefördert. Durch eine automatische Füllstandserfassung und Nachspeisung wird die Versorgung bei leerem Speicher durch die Einspeisung von Trinkwasser sichergestellt. Dabei erfolgt die Trinkwassernachspeisung bedarfsgerecht, das heißt, es wird nur soviel Trinkwasser zugeführt, wie auch benötigt wird.

Bei der Installation einer Regenwassernutzungsanlage muss darauf geachtet werden, dass die Anlage entsprechend den gültigen Gesetzen und Vorschriften eingebaut wird. Das heißt zum einen, dass der Bau einer Regenwassernutzungsanlage bei dem zuständigen Wasserversorgungsunternehmen angezeigt werden muss und zum anderen, dass die Regenwassernutzungsanlage von einem Fachbetrieb installiert werden sollte, denn nur der Fachmann kennt die zu beachtenden Vorschriften und die Regeln nach dem Stand der Technik.

Für die Regenwassernutzung im Haus werden von verschiedenen Anbietern entsprechend konzipierte Anlagen angeboten. Dabei liegen die Kosten einer Regenwassernutzungsanlage für einen Vier-Personen-Haushalt bei etwa 4000 EURO.

Sieht man sich den durchschnittlichen Wasserverbrauch und das mögliche Einsparpotential durch verantwortungsbewusstem Umgang mit Wasser sowie Regenwassernutzung an, so ergeben sich hier nicht unerhebliche Einsparungen durch den reduzierten Trinkwasserverbrauch: Eine Person benötigt durchschnittlich 128 Liter Wasser am Tag. Durch die vorgestellten wassersparenden Maßnahmen lässt sich dieser Verbrauch auf etwa 100 Liter reduzieren. Durch den Einsatz von Regenwasser im Haus können nochmals bis zu 30 Liter eingespart werden.

Grundlegende Hinweise zum einer Regenwassernutzungsanlage finden Sie im fbr-top 1 "Regenwassernutzungsanlagen: moderne und ökologische Haustechnik"

 

Weitere Informationen zum Aufbau von Anlagen

fbr-top Reihe


Regelwerk zur Regenwassernutzung

DIN 1989-1 Regenwassernutzungsanlagen zu beziehen beim Beuth Verlag (beuth.de)